Wird das Internet wirklich sicher?


Verschlüsselungen auf dem Prüfstand

Die Suche nach der besten Technik, Kommunikation zu schützen, ist so alt wie ihre Geschichte. Heute setzen Kryptografen auf Algorithmen und Zufallszahlen. Doch die mathematischen Verfahren bergen Risiken, denn immer bessere Rechner können sie knacken. Dass das künftig anders werden kann, versprechen Quantenphysiker und entwickeln auf Basis der Photonikforschung neue Verschlüsselungsverfahren.

Hacker, Softwareentwickler und Datenschützer liefern sich einen Wettlauf im Kampf um Datenschutz und Datenraub. Der Schaden, der jährlich durch Cybercrime entsteht, geht in die Milliarden, und die Angst, beim Surfen ungewollt persönliche Informationen preiszugeben, ist gut begründet. Ein sicheres Internet ist eine der größten Herausforderungen der digitalen Welt, die auch dessen Zukunft bestimmen wird. Bislang setzt die Kryptografie auf Algorithmen und Zufallszahlen. Doch indem die Rechnerleistungen steigen, werden auch diese Codes berechenbar und können entschlüsselt werden. Aus der Quantenphysik kommen nun Ansätze, das Internet hundertprozentig sicher zu machen. Unter Ausnutzung der Quantenmechanik, deren Grundlagen in den 1920er Jahren erkannt wurden, arbeiten sie an einer völlig neuartigen Kryptografie, die die physikalischen Eigenschaften der Lichtteilchen als Informationsmedium nutzt. Wird der Kommunikationsweg manipuliert, wirkt sich das unmittelbar aus. Auch das Erlanger Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, das 2009 gegründet wurde, forscht in diesem innovativen Feld der Photonik.

Der Informatiker Michael Backes ist einer der renommiertesten Experten für IT-Sicherheit und Kryptografie. Im Gespräch mit dem Quantenphysiker und Photonikforscher Gerd Leuchs stellt er sich der herausfordernden Frage, ob und wie das Internet in Zukunft wirklich sicher werden kann. Erhält die Informatik künftig Konkurrenz aus der Quantenphysik? Wie funktioniert die Quantenkryptografie und wie anwendbar ist sie derzeit schon? Braucht es dann noch mehr, um Sicherheit im Internet zu erreichen? Oder werden auch heutige Kryptografieverfahren bald hundertprozentigen Schutz vor Datendieben garantieren können? 

Podiumsgespräch mit

Prof. Dr. Gerd Leuchs, Direktor am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen

Prof. Dr. Michael Backes, Professor an der Universität des Saarlands und Fellow am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, Saarbrücken

Ab 18 Uhr besteht Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung im Museum für Kommunikation.

Diese Veranstaltung ist nach Anmeldung kostenfrei!
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Der eBusiness-Lotse in der Europäischen Metropolregion Nürnberg ist mit einem Infostand vor Ort vertreten

 

Veranstaltungs-Rahmen

Veranstaltungsbeginn: 07.05.2015 19:00
Veranstaltungsende: 07.05.2015 21:00
Einzelpreis Frei
Veranstaltungsort Museum für Kommunikation

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